Wände streichen im Kinderzimmer: Diese Farben halten Stifte
Kinderzimmerwände müssen einiges aushalten. Wachsmalstifte, Filzstifte, Fingerfarben, klebrige Hände nach dem Pausenbrot und dazu regelmäßiges Wischen mit einem feuchten Tuch. Wer schon einmal versucht hat, eine mit Buntstift bekritzelte Raufasertapete sauber zu bekommen, weiß, dass normale Dispersionsfarbe hier schnell an ihre Grenzen stößt. Die Farbe zieht Pigmente auf, und aus einem kleinen Strich wird ein dauerhafter Fleck.
Die entscheidende Eigenschaft liegt nicht in der Farbnuance, sondern in der Bindemittelbasis. Dispersionsfarben mit einem hohen Kunstharzanteil bilden nach dem Trocknen eine geschlossene, glatte Oberfläche. Diese Oberfläche nimmt weniger Schmutz auf und lässt sich feucht abwischen, ohne dass die Farbe sofort aufweicht. Wer sich vorab über die verschiedenen Klassen informieren möchte, findet unter abwaschbarer Wandfarbe mit verständlich erklärten Scheuerklassen eine brauchbare Orientierung. Entscheidend ist, dass die Farbe nach dem Trocknen nicht kreidet, sonst verschmiert jeder Wischversuch den Fleck erst recht.
Für ein Kinderzimmer ist die Scheuerbeständigkeit wichtiger als die Deckkraft. Eine Farbe mit hoher Nassabriebbeständigkeit hält auch dann stand, wenn das Kind mit einem feuchten Schwamm nachhilft. Matte Oberflächen wirken zwar wohnlicher, sind aber empfindlicher. Ein leichter Seidenglanz ist der praktische Kompromiss: Er reflektiert genug Licht, damit kleine Kratzer nicht auffallen, und lässt sich trotzdem problemlos abwischen. Bei stark beanspruchten Zonen wie dem Bereich um den Schreibtisch oder hinter dem Bett lohnt sich eine zusätzliche Schicht.
Vor dem Streichen sollte die Wand staubfrei und trocken sein. Grundierung nicht überspringen, besonders auf Gipskarton oder alten Kalkputz. Zwei dünne Anstriche halten besser als ein dicker. Und auch die haltbarste Farbe ersetzt keine Unterlage: Eine abwischbare Wachstuchdecke auf dem Maltisch spart später mehr Arbeit als jede noch so robuste Wandfarbe.