Wanddeko mit Makramee: Wandbehang selbst knüpfen
Ein Wandbehang aus Makramee bringt Struktur und Wärme in einen Raum, ohne dass man dafür tief in die Handwerkskiste greifen muss. Das Prinzip ist einfach: ein Holzstab als obere Aufhängung, Baumwollkordel oder Makrameegarn, ein paar Grundknoten und eine Wand, an der das Ganze später hängt. Wer zum ersten Mal knüpft, sollte mit einer Kordelstärke von etwa 4 bis 5 Millimetern arbeiten. Dünnere Schnüre verknoten sich leichter, dickere verzeihen Anfängerfehler, weil die einzelnen Maschen deutlich sichtbar bleiben.
Bevor die erste Schlaufe entsteht, lohnt sich eine kurze Planung. Der Holzstab bestimmt die spätere Breite des Behangs, die Kordellänge die Höhe. Als Faustregel gilt: Die einzelnen Fäden sollten etwa viermal so lang sein wie der fertige Wandbehang, plus Zugabe für den Knoten am Stab. Wer sich unsicher ist, wie Stab, Kordel und Aufhängung sauber zusammenspielen, findet bei schellenberg-wuerzburg.de eine praktische Anleitung, die genau diese drei Bauteile Schritt für Schritt erklärt. Dort ist auch beschrieben, welcher Haken sich für welche Wand eignet. Das ist wichtig, denn ein fertiger Behang wiegt schnell ein bis zwei Kilogramm.
Der klassische Einstieg ist der Kreuzknoten, auch Lark's Head genannt. Man legt die Kordel in der Mitte zusammen, schiebt die entstandene Schlaufe von hinten über den Holzstab und zieht die beiden losen Enden durch die Schlaufe nach vorn. So entsteht eine feste Verbindung, die sich später nicht mehr verschiebt. Von dort aus arbeitet man sich mit einfachen Quadratknoten nach unten. Wer Muster einbauen will, variiert die Anzahl der Knoten pro Reihe oder lässt Zwischenräume frei. Ein lockerer Rhythmus wirkt meist lebendiger als eine streng durchgeknüpfte Fläche. Am unteren Ende werden die Fäden entweder mit einem Überhandknoten gesichert oder zu einer Quaste gebunden und anschließend auf gleiche Länge gekürzt.
Zum Schluss kommt der Behang an die Wand. Dübel und Haken sollten zum Untergrund passen, bei Rigips reicht ein einfacher Hohlraumdübel, bei Beton braucht es etwas mehr. Der Stab wird mit einer zusätzlichen Schnur an beiden Enden am Haken befestigt, damit er waagerecht bleibt und nicht kippt. Wer den Behang später abnehmen möchte, knotet diese Aufhängung mit einer lösbaren Schlaufe. Ein selbst geknüpfter Wandbehang ist kein Projekt für einen Nachmittag, aber er hält dafür umso länger.