Sicher bohren in Beton und Mauerwerk: Tabuzonen in der Wand
Bevor der Bohrer angesetzt wird, sollte klar sein, was sich hinter dem Putz befindet. In Wänden verlaufen nicht nur Strom- und Wasserleitungen, sondern auch Heizungsrohre, Abwasserkanäle, Gasleitungen und manchmal sogar Lüftungsschächte. Ein unbedachter Treffer kann teuer werden: Ein durchbohrtes Wasserrohr verursacht Wasserschäden, eine getroffene Stromleitung führt zum Kurzschluss oder im schlimmsten Fall zu einem Stromunfall. Wer sich unsicher ist, wo Strom- und Wasserleitungen verlaufen, findet bei Schellenberg Würzburg eine übersichtliche Einführung in die typischen Leitungswege, bevor er den ersten Dübel setzt.
Grundsätzlich gilt: Leitungen werden in Wänden meist horizontal und vertikal verlegt, selten diagonal. Waagerechte Leitungen liegen oft etwa 15 bis 30 Zentimeter unter der Decke oder über dem Boden, senkrechte Leitungen laufen direkt über oder neben Schaltern, Steckdosen und Wasseranschlüssen. Besonders kritisch sind Bereiche in der Nähe von Verteilerdosen, Heizkörpern und Waschbecken. Wer dort bohrt, sollte vorher prüfen, ob sich Rohre oder Kabel im Mauerwerk befinden. Ein Leitungsfinder oder ein Metalldetektor hilft, die Gefahrenzonen einzugrenzen.
Tabu sind vor allem Wandbereiche direkt über Heizkörpern und unter Fensterbänken, denn dort verlaufen häufig Heizungsrohre. Auch die Zone hinter Küchenzeilen und in Bädern ist heikel, weil Wasserleitungen oft in der Wand verschwinden. In Altbauten kommen ungewöhnliche Verlegungen hinzu: Leitungen können schräg verlaufen oder tiefer sitzen als erwartet. Wer in solchen Wänden bohrt, sollte lieber auf Nummer sicher gehen und die Wand vorher mit einem professionellen Ortungsgerät scannen. Im Zweifel hilft es, einen Fachmann hinzuzuziehen, bevor der Bohrer Schaden anrichtet.
Wer die typischen Leitungswege kennt, bohrt entspannter. Wichtig ist, vor dem Bohren die Wand zu prüfen, den richtigen Bohrer für Beton oder Mauerwerk zu wählen und nicht zu tief zu gehen. Bei Betonwänden mit Bewehrung sollte ein spezieller Betonbohrer verwendet werden, um die Stahlstäbe nicht zu beschädigen. Nach dem Bohren empfiehlt es sich, den Dübel sauber zu setzen und die Stelle zu markieren, damit spätere Arbeiten nicht erneut in die gleiche Gefahrenzone geraten.